Lachsalven bei den Bühnenpeddern im Kutenholzer Heimathaus

In neun ausverkauften Aufführungen im Februar 2017 brachten die Laienschauspieler der Kutenhulder Bühnenpedder mit dem plattdeutschen Theaterstück „Een fast perfekten Ehmann“ die Zuschauer zum Lachen und manchmal sogar zu Freudentränen.
Dabei hätte Peter (Rainer Windt) fast zum perfekten Ehemann werden können, wenn nicht seine Frau Gaby (Femke Hauschild), die aus Frust über ihren faulen Ehemann zu ihrer Freundin nach Mallorca geflogen ist, statt nach 2 Wochen schon nach 3 Tagen zurückgekehrt wäre. Vorher hatte sie ihm ein Ultimatum gestellt, damit er lernt, wie ein ordentlicher Haushalt funktioniert. Andernfalls wollte sie die Scheidung einreichen. Das war für Gabys Mutter Elfriede, die von Silke Krone verkörpert wurde, ein gefundenes Fressen. Sie wünschte sich nichts sehnlicheres, als dass Peter und Gaby sich trennen. Olaf, der beste Freund von Peter, der von Hartmut Schümann in Szene gesetzt wurde, versucht diesem natürlich zu helfen. Das Chaos ist perfekt, als die schöne Nachbarin Diana, die von Nadine Rosenbaum gespielt wird, bei Peter auftaucht, weil sie sich ausgesperrt hat und ein paar Tage bei ihm wohnen möchte. Diana verwandelt sich zwischenzeitlich noch in das polnische Hausmädchen Dascha und spricht sehr zur Freude der Zuschauer abwechselnd gebrochenes Polnisch und Plattdeutsch. Zu allem Überfluss hat noch die überfürsorgliche Nachbarin Ella (Waltraut Kaatz) die Kammerjägerin Sieglinde Rieselkäfer (Stefanie Ferley) engagiert, weil sie gehört hat, dass sich Ungeziefer in der Wohnung eingenistet hat. Manche Szenen waren so witzig, dass selbst die Spieler sich vor Lachen nicht mehr einholten, insbesondere, wenn es auf der Bühne mal wieder Scherben gab. Die chaotische Geschichte nimmt ihren Lauf, doch wie in einer guten Komödie üblich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Die geflüchtete Hausfrau verzeiht ihrem Ehemann und kehrt zu ihm zurück und der manchmal etwas drömelige Olaf bekommt zu guter Letzt auch noch eine Frau ab. In Mimik und Gestik waren die Theaterspieler wieder einmal nicht zu übertreffen. Die Regie in dieser turbulenten Komödie lag in den bewährten Händen von Ellen Domin und Sabine Windt.

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